Die GVU veröffentlicht ihren Jahresbericht - Über 2,5 Tausend Verfahren durchgeführt und mehr als 500.000 Raubkopien sichergestellt
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU), eine von den Unternehmen und Verbänden der Film- und Unterhaltungssoftware - Wirtschaft getragene Organisation, deren vornehmliche Aufgabe in der Aufdeckung von Verstößen gegen die durch das Urheberrecht geschützten Rechte seiner Mitglieder, deren Mitteilung an die Strafverfolgungsbehörden und die sachverständige Begleitung der Verfahren bis zu ihrem Abschluss besteht, bilanziert das Kalenderjahr 2005 als erfolgreich.
Mit 2.549 neu eingeleiteten Verfahren stabilisierte sich die quantitative Anzahl der durch die Tätigkeit der Organisation aufgedeckten Verletzungen des Urheberrechtes auf dem - hohen - Vorjahresniveau. Diese Verfahren dürften auch in dem vergangenen Kalenderjahr wieder für mehr als 40% der in der Kriminalstatistik des Bundes ausgewiesenen Straftaten im Bereich Urheber- und Markenrecht stehen.
Bei Fortführung des von der Organisation bereits in der Vergangenheit geübten Grundsatzes "Null Toleranz" gegenüber Verletzungen des Urheberrechtes erfolgte gleichwohl eine Konzentration auf solche Rechtsverletzer, die den beteiligten Industrien aus eigenem Gewinnstreben erhebliche Schäden zugefügt haben oder für solche Schäden die Ursachen durch Beschaffung illegaler Kopiervorlagen geschaffen haben. Flächendeckende Massenverfahren gegen Konsumenten hat die GVU indes auch im Jahre 2005 nicht veranlasst.
Trotz eines Anteils von etwa 40% von Verfahren, die einen Bezug zum Internet haben, spielt die Verteilung von Raubkopien auf physikalischen Datenträgern mit einem Anteil von 83% am Gesamtaufkommen eine herausragende Rolle. Auf Initiative der GVU wurden im Rahmen von Ermittlungsverfahren durch Strafverfolgungsbehörden mehr als 500.000 mit illegalen Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken bespielte Datenträger sichergestellt.
Obwohl das vergangene Kalenderjahr als im Sinne der Rechteinhaber erfolgreiches Jahr im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen zu bezeichnen ist, stellt diese Form der Wirtschaftkriminalität für die beteiligten Industrien und damit auch für die GVU auch im Jahr 2006 eine unveränderte Herausforderung dar. Es gilt sich der fortschreitenden technologischen Entwicklung anzupassen und für einen wirksamen Schutz des geistigen Eigentums Sorge zu tragen. Rechteinhaber werden nur dann in neue Produkte investieren, wenn sie eine realistische Chance sehen, dass sich diese Investitionen im Markt amortisieren lassen. Unter diesem Zwang stehen insbesondere Anbieter von nationalen Produktionen, die auf ihre Heimatmärkte angewiesen sind. Aktive und wirksame Pirateriebekämpfung ist hierfür auch unter dem Gesichtpunkt der Aufrechterhaltung kultureller Vielfalt eine unabdingbare Voraussetzung. In diesem Sinne wird die GVU auch in der Zukunft ihre Arbeit mit Nachdruck fortsetzen.
Weitere Themen des Berichts sind Verfahrensbegleitende Maßnahmen, Statistiken über Verfahresseinleitungen und -Abschlüsse,
Schwerpunktermittlungen (Projekte "Quelle" und "Massendelikte") und herausragende Ermittlungserfolge.
Hamburg im April 2006
Die Geschäftsführung
Mit 2.549 neu eingeleiteten Verfahren stabilisierte sich die quantitative Anzahl der durch die Tätigkeit der Organisation aufgedeckten Verletzungen des Urheberrechtes auf dem - hohen - Vorjahresniveau. Diese Verfahren dürften auch in dem vergangenen Kalenderjahr wieder für mehr als 40% der in der Kriminalstatistik des Bundes ausgewiesenen Straftaten im Bereich Urheber- und Markenrecht stehen.
Bei Fortführung des von der Organisation bereits in der Vergangenheit geübten Grundsatzes "Null Toleranz" gegenüber Verletzungen des Urheberrechtes erfolgte gleichwohl eine Konzentration auf solche Rechtsverletzer, die den beteiligten Industrien aus eigenem Gewinnstreben erhebliche Schäden zugefügt haben oder für solche Schäden die Ursachen durch Beschaffung illegaler Kopiervorlagen geschaffen haben. Flächendeckende Massenverfahren gegen Konsumenten hat die GVU indes auch im Jahre 2005 nicht veranlasst.
Trotz eines Anteils von etwa 40% von Verfahren, die einen Bezug zum Internet haben, spielt die Verteilung von Raubkopien auf physikalischen Datenträgern mit einem Anteil von 83% am Gesamtaufkommen eine herausragende Rolle. Auf Initiative der GVU wurden im Rahmen von Ermittlungsverfahren durch Strafverfolgungsbehörden mehr als 500.000 mit illegalen Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken bespielte Datenträger sichergestellt.
Obwohl das vergangene Kalenderjahr als im Sinne der Rechteinhaber erfolgreiches Jahr im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen zu bezeichnen ist, stellt diese Form der Wirtschaftkriminalität für die beteiligten Industrien und damit auch für die GVU auch im Jahr 2006 eine unveränderte Herausforderung dar. Es gilt sich der fortschreitenden technologischen Entwicklung anzupassen und für einen wirksamen Schutz des geistigen Eigentums Sorge zu tragen. Rechteinhaber werden nur dann in neue Produkte investieren, wenn sie eine realistische Chance sehen, dass sich diese Investitionen im Markt amortisieren lassen. Unter diesem Zwang stehen insbesondere Anbieter von nationalen Produktionen, die auf ihre Heimatmärkte angewiesen sind. Aktive und wirksame Pirateriebekämpfung ist hierfür auch unter dem Gesichtpunkt der Aufrechterhaltung kultureller Vielfalt eine unabdingbare Voraussetzung. In diesem Sinne wird die GVU auch in der Zukunft ihre Arbeit mit Nachdruck fortsetzen.
Weitere Themen des Berichts sind Verfahrensbegleitende Maßnahmen, Statistiken über Verfahresseinleitungen und -Abschlüsse,
Schwerpunktermittlungen (Projekte "Quelle" und "Massendelikte") und herausragende Ermittlungserfolge.
Hamburg im April 2006
Die Geschäftsführung



