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GVU zum aktuellen Ermittlungserfolg "Boxenstop"
Erfolgreicher internationaler Schlag getrübt durch sensationshungrige Berichterstattung
Voreilige Medienberichte sowie eine Durchsuchung bei der GVU selbst ließen "Boxenstop", den größten Schlag der letzten Jahre gegen die organisierten Gruppen der Raubkopiererszene kleiner erscheinen als er war: Tatsächlich ermittelten drei Staatsanwaltschaften in Sachen "Boxenstop" in 8 Ländern und ca. 300 Orten. Insgesamt waren über 160 Verdächtige von dieser internationalen Maßnahme betroffen.

Falsche Verdächtigungen gegenüber der GVU
Insbesondere der abwegige Verdacht, dass sich die GVU bei diesen Ermittlungen die ihr als Privatorganisation gesetzten Grenzen überschritten habe, wurde im Zuge der Berichterstattung über Boxenstop in den Medien verbreitet. Dieser Verdacht besteht bei der zuständigen Staatsanwaltschaft nicht, so ein Sprecher der Ellwanger Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur DPA (am 25.01.06): Die GVU sei nicht als Beschuldigte, sondern in der Rolle des Zeugen durchsucht worden. Die Daten würden für einen Abgleich mit anderen sichergestellten Daten benötigt. Natürlich ermittelt die GVU auch in der Szene der Raubkopierer, andernfalls hätten die größeren Schläge der Vergangenheit wie "FTP-Welt" (s. Pressemitteilung vom 16.09.04, die Märzrazzien (18.03.04) oder auch der Ermittlungskomplex Coburg (02.12.05 ), die letztlich zu Boxenstop führten, nicht stattfinden können.

Entgegen sensationshungrigen Spekulationen, die seit dem 24.01.06 in den Medien Verbreitung fanden, besitzt die GVU die Einwilligung ihrer Mitglieder und der anderen betroffenen Industrien zu ihrem Vorgehen gegen Raubkopierer. Denn in diesem Punkt sind sich alle einig: Man muss der Verbreitung von Raubkopien massiv entgegenwirken, um den daraus resultierenden Schaden bestmöglich einzugrenzen.

GVU anerkannter Partner der Strafverfolgungsbehörden
Seit nunmehr 20 Jahren ist die GVU ein anerkannter Partner der Strafverfolgungsbehörden. Allein in den letzten vier Jahren, in denen das Internet immer wichtiger für die illegale Verbreitung von Raubkopien wurde, sind tausende Verfahren durch die GVU eingeleitet worden. Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden werden zu einem sehr frühen Zeitpunkt in die Ermittlungen der GVU eingebunden, nämlich sobald die Hinweise ausreichen, die zur Einleitung eines Strafverfahrens - meist durch die Stellung eines Strafantrags im Namen der betroffenen GVU Mitglieder - notwendig sind. In vielen Fällen unterstützt die GVU den weiteren Verlauf der Verfahren durch zusätzliche Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften und Polizeidienststellen oder durch juristisches Hintergrundwissen der Rechtsabteilung der GVU. Denn auch in Bezug auf alle juristischen Aspekte von Urheberrechtsverletzungen in diesem Bereich liegt ein umfassender Wissensfundus von 20 Jahren Expertise vor. Auch aus diesem Grund werden die Justitiare der GVU sowohl von der Industrie als Berater für ihre politische Arbeit herangezogen wie auch von den deutschen und internationalen Strafverfolgungsbehörden als Experten für Schulungen von Polizisten, Staatsanwälten und Richtern. Allein im letzten Jahr hielten die Justitiare über 30 Vorträge mit insgesamt über 800 Teilnehmern. Umfangreiche Durchsuchungsaktionen verbunden mit der Sicherstellung einer Vielzahl von Servern, auf denen Datenmaterial im Terabytebereich zur Verfügung gestellt wurde, stellen sich als harte und nachhaltige Schläge gegen die Erstverbreiter dar. Die bestehende Infrastruktur wird zerstört, der weitere Wiederaufbau und die Expansion dieser Strukturen werden erschwert.


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