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Pressemitteilung der GVU vom 03. Dezember 2012
Berlin, 3. Dezember 2012. Am 27. November 2012 hat die ordentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) stattgefunden. In den Räumen von Studiocanal wählte das Gremium einstimmig Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels (BöV), als neues Mitglied in den Vorstand.

GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy kommentiert die Wahl: "Wir freuen uns sehr, mit Alexander Skipis einen Repräsentanten der für die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft so zentralen Buchbranche im Kreise unseres Vorstands begrüßen zu dürfen." Im Verlauf der bisherigen gemeinsamen Aktivitäten auf politischer Ebene wie auch im Zusammenhang mit der Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie) habe er den Hauptgeschäftsführer des BöV als versierten und ausgezeichnet vernetzten Repräsentanten der Kreativwirtschaft kennengelernt, fährt der GVU-Geschäftsführer fort und ergänzt: "Mit Herrn Skipis im Vorstand ist die GVU noch besser aufgestellt, um die anstehenden politischen und operativen Aufgaben zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für einen funktionierenden Urheberrechtsschutz anzugehen."

Neue Zusammensetzung des GVU-Vorstands
Neben der Aufnahme von Alexander Skipis in den Vorstand bestätigte die GVU-Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag den GVU-Vorstandvorsitzenden Vincent de La Tour (20th Century Fox) sowie die Vorstandsmitglieder Violetta Psofiou (MPA), Ralph Tübben (NBC Universal), Dr. Holger Enßlin (Sky Deutschland) und Dr. Bernd Fakesch (Nintendo/BIU) erneut einstimmig in ihren Ämtern. Der bisherige Mandatsträger Jan Rickers, Executive Vice President von Studiocanal Home Entertainment, stellte sich dagegen nicht zur Wiederwahl. Im Hinblick auf die Mehrbelastung aus seinem neuen Amt im Vorstand des Bundesverbands audiovisuelle Medien (BVV), in den er im September dieses Jahres gewählt wurde, verzichtete Rickers auf seinen Sitz im GVU-Vorstand. Dazu Leonardy: "Ich bedauere das Ausscheiden von Jan Rickers, mit dem der Vorstand und ich in den letzten beiden Jahren sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten durften. Dafür bedanke ich mich herzlich im Namen der gesamten GVU."

Ausblick auf 2013
Das Austrocknen der Finanzquellen von Websites, über die urheberrechtlich geschützte Inhalte massenhaft illegal verwertet werden, benannte Leonardy auf der Mitgliederversammlung als eine Top-Priorität der GVU für das kommende Jahr. Auch die Politik habe erkannt, dass Werbung bewusst oder unbewusst zur Finanzierung von solchen Seiten beiträgt. Man habe inzwischen einen breiten Konsens unter den poltischen Parteien erzeugt, dass eine Unterbindung dieser erheblichen Einnahmemöglichkeit notwendig sei. Dazu werde die GVU auch 2013 alle Optionen weiterverfolgen. Zu diesen gehörten Gespräche mit der seriösen Werbewirtschaft ebenso, wie ein strafrechtliches Vorgehen gegen diejenigen, die bewusst und willentlich illegale Seiten als Werbeplattformen nutzen.

Auch für die Buchbranche, für welche die GVU ab sofort tätig werden kann, seien diese bislang von der GVU für die Film- und Games-Wirtschaft verfolgten Ansätze erfolgversprechend, führte Leonardy weiter aus. So beobachte die GVU schon seit längerem, dass gerade die großen, professionellen und werbefinanzierten Internetseiten vielfach illegale "Vollsortimenter" seien, die neben einem breiten Angebot von urheberrechtlich geschützten Filmen und Games auch E-Books widerrechtlich im Internet vermarkten.

Ein erfolgreiches Vorgehen gegen solche parasitären Geschäftsmodelle setze neben der Ausdünnung der Erlösströme weiterhin auch Strafverfahren gegen die digitalen Hehler voraus, die verantwortlich für den Betrieb derartiger Seiten seien. Die Initiierung solcher aufwändiger Strafverfahren würden getragen von dem Grundgedanken einer Solidargemeinschaft der geschädigten Rechteinhaber. Diese brächten gemeinsam die erforderlichen Mittel auf und schüfen damit die Voraussetzungen für die Arbeit der GVU

Durch die Kooperation des Börsenvereins und der ihm angeschlossene Verlage mit der GVU werde ein wichtiger Schritt zur Erweiterung der die GVU tragenden Solidargemeinschaft in der Kreativwirtschaft beim Urheberrechtsschutz gegangen. Hierfür hatte sich der Verlegerausschuss des BöV zuvor am 7. November dieses Jahres ausgesprochen.



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