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Pressemitteilung der Österreichischen Partnerorganisation der GVU: Internationale Großrazzia gegen Filmpiraten
Größter deutschsprachiger Piratenserver in Wien sichergestellt

Der VAP - Verein für Antipiraterie der Filmwirtschaft Österreichs verzeichnete am Dienstag zusammen mit den Schwestervereinen in mehreren europäischen Ländern einen seiner bisher größten Erfolge im Kampf gegen illegalen Filmdownload. Gleichzeitige Hausdurchsuchungen in fünf Ländern führten zur Beschlagnahme von einigen der größten Piratenserver im deutschsprachigen Raum.

Am Dienstag, 24. Jänner 2006 um Punkt 10.00 Uhr Vormittag startete unter größter Geheimhaltung eine groß angelegte internationale Razzia gleichzeitig an über 300 Orten in Deutschland, Österreich, Holland, Polen und Tschechien. Dabei wurden die Zentralserver der derzeit bedeutendsten deutschen Releasegroups (GTR, ECP, TRCD uva) und zahlreiche kostenpflichtige Verteilungsserver (Szenebegriff "Payboxes") sichergestellt.

Der wahrscheinlich größte deutschsprachige Film-Server "Klapsmühle" (früher unter dem Namen "Paradise Beach" bekannt) wurde in einem Großrechenzentrum in Wien sichergestellt. Auf zwei mit Glasfaserkabel verbundenen Rechnern mit insgesamt 28 Festplatten dürften rund 4 Terabyte illegale Daten gespeichert sein (1 Terabyte = 1.000 Gigabyte). Gegen den Betreiber des Servers Peter R. aus Hilden bei Düsseldorf wurden in Deutschland und Österreich Strafverfahren eingeleitet. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Der erfolgreichen Aktion sind monatelange Ermittlungen der deutschen GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) vorangegangen. Rund dreißig Hauptverdächtige werden beschuldigt, in großem Umfang Raubkopien von Spielfilmen, Computerspielen, Software und Musik hergestellt und über das Internet vertrieben zu haben. Die enge Zusammenarbeit zwischen der GVU und dem österreichischen VAP (Verein für Anti-Piraterie) hat zur Auffindung von "Klapsmühle" und drei weiteren Film-Servern in Wien geführt. "Dass der zuständige Untersuchungsrichter Experte für internationale Rechtshilfe ist, hat das Gelingen der Aktion sichergestellt. Aber auch die Ermittler der GVU und die Wiener Kriminalpolizei haben großen Anteil am heutigen Erfolg." zeigt sich Dr. Andreas Manak, Generalsekretär des VAP, zufrieden.

Alle beschlagnahmten Server wurden an Sachverständige zur Auswertung übergeben. Generalsekretär Manak hofft, dadurch auch an die Daten der 'Leecher' (Anm: Szenebegriff für Sauger = zahlende Kunden) heran zu kommen, die Raubkopien weiterverbreiten. Es ist daher mit zahlreichen weiteren Strafverfahren zu rechnen. Erleichtert wird die Verfolgung der Leecher durch die Entscheidung des OGH im August des Vorjahres, wonach Internet Service-Provider (ISPs) wie Chello oder Inode die Inhaber von dynamischen IP-Adressen, mit denen Urheberrechtsverletzungen begangen wurden, offenlegen müssen. Dr. Manak: "Der Slogan der amerikanischen Filmwirtschaft: YOU CAN CLICK BUT YOU CAN'T HIDE könnte bald für viele österreichische und deutsche Filmpiraten bitterer Ernst werden."

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für weitere Informationen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung und vermittle auf Wunsch auch eine Gesprächsmöglichkeit mit VAP-Generalsekretär Dr. Andreas Manak. Sollten Sie an der Presseaussendung der der deutschen GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) interessiert sein, geben Sie mir bitte ebenfalls Bescheid, ich kann sie Ihnen mailen.

Mit besten Grüßen Susanna Pyrker
[für die österreichische Partnerorganisation der GVU]

Pressebüro Pyrker
A-1100 Wien, Columbusgasse 2
Tel: (+43 1) 604 01 26
Mobil: (+43) 699 1010 1617
Email: pyrker@chello.at
www.pyrker.com

Verweis: www.pyrker.com

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