GVU veröffentlicht Empfehlungen für Jury-Screener - Antwort auf Debatte um Sicherheitsmaßnahmen bei Filmpreisen
Pressemitteilung der GVU vom 30. Januar 2008
Hamburg, 30. Januar 2008. Mit einem neuen Service für Filmpreis-Beteiligte unterstützt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) die Ziele solcher Auszeichnungen. Zur Anerkennung der künstlerischen Leistung durch Verhinderung von Raubkopien bietet die Organisation jetzt einen praktischen Leitfaden für die Juroren, Filmschaffende und Produktions- sowie Vertriebsunternehmen an. "Schutzvorkehrungen im Auswahlverfahren" heißt die neue GVU-Publikation. Sie benennt die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Sichtungs-DVDs sowie Ansprechpartner, Dienstleister und "Best Practice"-Lösungen. Auch für Filmvorführungen vor und während der Kinoauswertung bietet das Handbuch hilfreiche Tipps. Interessierte erhalten das Dokument in Kürze unter antipiracy@gvu.de.
Gerade Datenträger mit Werken von potentiellen Preisträgern stehen als Vorlagen für illegale Kopien hoch im Kurs. Schließlich erzielen Raubkopierer den höchsten Gewinn mit den beliebtesten Filmen. So gelangten beispielsweise wiederholt Raubkopien von Oscar®-nominierten Titeln ins Internet. Als Quellen dienten die den Jurymitgliedern überantworteten DVDs, welche ohne deren Wissen von nahestehenden Personen entwendet und kriminellen Dritten zur Verfügung gestellt worden waren.
Gegen solche Reputationsschädigungen und für einen effektiven Schutz der vorgeschlagenen Audiovisuellen Werke befürwortet die GVU zudem eine Umstellung des derzeit praktizierten Auswahlverfahrens. Anstelle von ungekennzeichneten Sichtungs-DVDs plädiert die Organisation für individualisierte Datenträger mittels unsichtbarem Wasserzeichen, so dass jedes Jurymitglied "seine" personalisierte Kopie erhält. Diese Änderung erleichtert eine Verfolgung der Täter, da somit der Weg einer Raubkopie durch alle Stationen bis zu ihrer Quelle ermittelt werden kann. Zusätzliche technische Schutzmaßnahmen wie effektive Kopierschutztechnologie erhöhen ebenso die Sicherheit. Auch kann dadurch auf für die Jury negative Veränderungen des Films wie Timecode und (sichtbares) Wasserzeichen verzichtet werden.
Darüber hinaus vermeidet eine solche generelle Umstellung Auseinandersetzungen, wie sie jüngst Til Schweiger mit der Deutschen Filmakademie führte. Schweigers erfolgreiche Produktion KEINOHRHASEN war nicht zum Auswahlverfahren zugelassen worden. Als Gründe nennt der Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller des Werks die Ablehnung der Akademie, personalisierte DVDs mit Wasserzeichen für die Auswahl anzunehmen. Nicht gekennzeichnete DVDs habe Schweiger dem Komitee jedoch deshalb nicht zur Verfügung gestellt, weil dies ein unkalkulierbares Risiko bedeute und gegen die selbstauferlegten Antipriateriebestimmungen verstoßen hätte.
Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender der GVU: "Offenbar gibt es einen Bedarf an einheitlichen Leitlinien für die Sicherheit von Filmen insbesondere bei Filmpreisen und vergleichbaren Jurysichtungen. Unsere Publikation kann auch als Beitrag zur Versachlichung der Debatte verstanden werden und wir werden auch das Gespräch mit der Deutschen Filmakademie suchen."
Gerade Datenträger mit Werken von potentiellen Preisträgern stehen als Vorlagen für illegale Kopien hoch im Kurs. Schließlich erzielen Raubkopierer den höchsten Gewinn mit den beliebtesten Filmen. So gelangten beispielsweise wiederholt Raubkopien von Oscar®-nominierten Titeln ins Internet. Als Quellen dienten die den Jurymitgliedern überantworteten DVDs, welche ohne deren Wissen von nahestehenden Personen entwendet und kriminellen Dritten zur Verfügung gestellt worden waren.
Gegen solche Reputationsschädigungen und für einen effektiven Schutz der vorgeschlagenen Audiovisuellen Werke befürwortet die GVU zudem eine Umstellung des derzeit praktizierten Auswahlverfahrens. Anstelle von ungekennzeichneten Sichtungs-DVDs plädiert die Organisation für individualisierte Datenträger mittels unsichtbarem Wasserzeichen, so dass jedes Jurymitglied "seine" personalisierte Kopie erhält. Diese Änderung erleichtert eine Verfolgung der Täter, da somit der Weg einer Raubkopie durch alle Stationen bis zu ihrer Quelle ermittelt werden kann. Zusätzliche technische Schutzmaßnahmen wie effektive Kopierschutztechnologie erhöhen ebenso die Sicherheit. Auch kann dadurch auf für die Jury negative Veränderungen des Films wie Timecode und (sichtbares) Wasserzeichen verzichtet werden.
Darüber hinaus vermeidet eine solche generelle Umstellung Auseinandersetzungen, wie sie jüngst Til Schweiger mit der Deutschen Filmakademie führte. Schweigers erfolgreiche Produktion KEINOHRHASEN war nicht zum Auswahlverfahren zugelassen worden. Als Gründe nennt der Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller des Werks die Ablehnung der Akademie, personalisierte DVDs mit Wasserzeichen für die Auswahl anzunehmen. Nicht gekennzeichnete DVDs habe Schweiger dem Komitee jedoch deshalb nicht zur Verfügung gestellt, weil dies ein unkalkulierbares Risiko bedeute und gegen die selbstauferlegten Antipriateriebestimmungen verstoßen hätte.
Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender der GVU: "Offenbar gibt es einen Bedarf an einheitlichen Leitlinien für die Sicherheit von Filmen insbesondere bei Filmpreisen und vergleichbaren Jurysichtungen. Unsere Publikation kann auch als Beitrag zur Versachlichung der Debatte verstanden werden und wir werden auch das Gespräch mit der Deutschen Filmakademie suchen."
